
Aller guten Dinge sind drei!
Der dritte Workshop, den Peter Müller, Trainer A aus Lorsch in Trier anbot, hatte drei Themen:
1. Führen und Folgen
2. Trainingsmethodik
3. Tanzen in drei Dimensionen
Wie ein roter Faden zog sich die Zahl „Drei“ durch das zweistündige Training am Samstagnachmittag, zu dem vier Paare der TSA d. TV Germania, die Vereinstrainer Heike und Andreas Wicht, sowie zwei Gastpaare in die Tanzhalle am Römersprudel gekommen waren, um sich erneut von Peter Müller inspirieren zu lassen. Zuvor hatten die Paare die Möglichkeit, Privatstunden zu vereinbaren, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.
Der Begriff des Führens und Folgens hat sich im modernen Tanzsport extrem verändert, vergleicht man den heutigen Ansatz mit der Vergangenheit. Sprach man vor 25 Jahren noch von Tuchfühlung, Abfühlen oder Antanzen, gar durch den Partner hindurch tanzen, so ist die moderne Version des Themas eher als gemeinsame Verwaltung von Energie zu verstehen, wo sich Fuß-, Bein- und Körperrhythmus so vereinen, dass die Schwungmasse beim Tanzen optimal und ausdrucksstark vom Paar genutzt wird, wo sich Räume generieren, die das Paar gemeinsam und wechselseitig öffnet, um die Musik zu interpretieren.
Drei Aspekte spielen dabei eine Rolle, die drei „Fs“.
1: Führen, der Herr informiert die Dame
aktiv, aber sensibel über sein
Bewegungsvorhaben.
2: Führe diese Information aus! Das ist die
Anforderung an die Dame.
3: Folge dieser Ausführung und forme die
Bewegung.
Mehrere intensive Übungen zur Steigerung der Sensibilität wurden von Peter angeleitet und schließlich präsentierten alle Paare ihr Turnierprogramm im Langsamen Walzer. Peter Müller war mit dem Ergebnis sichtbar zufrieden und so hatten die Paare selbst die Brücke zum zweiten Thema des Workshops gebaut.
Auch das Training muss im modernen Tanzsport neuen Gesetzen folgen, damit ein Paar, das sich sportlichen Wettkämpfen stellt, nicht nur seine Tagesform trainiert, sondern die Entwicklung seiner Kompetenzen. Die Botschaft war, dass es sich lohnt, einen Aspekt für sein Training auszuwählen, diesen bewusst und wiederholt zu trainieren, sich nicht an Nebenschauplätzen aufzuhalten.
Das letzte Unterrichtsthema befasste sich mit dem Tanzen in drei Dimensionen.
Peter Müller bot dazu eine Übung an, den Oversway zur PP. In der ersten Phase entstand die Figur nur durch Bewegung zur Seite und in PP. Dann wurde die Rotation des Oberkörpers hinzugefügt, schließlich noch die Neigung.
Das Video zeigt, was mit dreidimensionalem Tanzen gemeint ist, nämlich die unverkrampfte, technisch feine aber voluminöse Bewegung des Paares auf dem Parkett.
Vielen Dank, Peter, für einen wieder einmal superschönen und lehrreichen Tag mit dir, an dessen Ende wir uns alle das gemeinsame Abendessen verdient haben!
